«Der deutsche Immobilienmarkt ist aktuell durch starke Wertkorrekturen geprägt – diese bieten zahlreiche Opportunitäten», sagt Gruppen-CEO Markus Burkhard.
«Vielversprechende Chancen bestehen darin, in Immobilienunternehmen, Projektentwicklungen oder Immobilien in Deutschland zu investieren, die unterbewertet sind, Probleme mit der Refinanzierung haben, aber dennoch langfristiges Wachstumspotenzial bieten bzw. in einem attraktiven Markt liegen. Viele Projektentwickler stehen vor genehmigten und teilweise schon bebauten Grundstücken. Es fehlt ihnen jedoch die Finanzierung, um die Bauvorhaben fertigzustellen.» Diese Chance möchte STROTBEK & Co. nutzen. Dazu hat sie gemeinsam mit Schweizer Family Offices einen Club-Deal aufgesetzt.
«Es bieten sich aktuell zahlreiche Möglichkeiten, Projekt- und Entwicklungsgesellschaften teilweise oder ganz zu übernehmen und zu kaufen. Dies eröffnet grosse Chancen für Schweizer Investoren, die wir dabei unterstützen, auf dem deutschen Markt Fuss zu fassen. Etwa bei der Suche nach geeigneten Opportunitäten und dann auch während des gesamten Transaktionsprozesses – über die Due Diligence bis hin zur Ausverhandlung der Verträge», so Burkhard weiter.
Die andauernde Immobilienkrise in Deutschland wird untermauert durch die Insolvenzzahlen der vergangenen beiden Jahre: 2022 gingen 321 Bauträger und Entwicklerfirmen in Deutschland in den Insolvenz. Im Jahr 2023 stieg diese Zahl auf 578 – eine Steigerung von rund 80 Prozent.
Im ersten Quartal 2024 ging diese Pleitewelle auf hohem Niveau weiter – und sie kommt zunehmend auch in anderen Sparten der Immobilienbranche, etwa bei den Bestandshaltern, an. Es gibt gar Befürchtungen, dass rund 50 % der 9.000 Projektentwickler in Deutschland in die Insolvenz rutschen werden.
Mit dem neuen Club-Deal sollen notleidende Projekte übernommen, gegebenenfalls Anteile an einer Projektgesellschaft erworben und/oder Forderungen von Banken und Nachrangdarlehensgebern gekauft werden. Im Anschluss erwirbt der Club-Deal von Projektentwicklern das Grundstück. «Damit schaffen wir bei dem Projektentwickler die Liquidität, die er braucht, um Projekte sorgenfrei weiterentwickeln zu können.» Dies gehe einher mit einer gemeinsamen Exit-Strategie, erklärt er.
«Wir kaufen auch Grundstücke und vergeben anschließend Projektentwicklern die Option, diese entwickeln zu dürfen. Somit muss der Entwickler nur noch die Baukosten finanzieren. Hierbei profitieren wir und natürlich auch der Investor davon, dass wir den deutschen Immobilienmarkt südlich der Main-Linie kennen wie unsere Westentasche. Family Offices lieben solche Beteiligungsstrukturen», führt Prof. Dr. Michael Trübestein aus, der Verwaltungsratspräsident der STROTBEK Capital Partners AG.